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Von Training on the Job zur professionellen Projektarbeit

Durch Veränderungen bei den beruflichen Aufgaben müssen Viele Tätigkeiten wahrnehmen, für die sie nicht richtig ausgebildet sind.
Frau Arnold wollte nicht nur bei „Training on the Job“ bleiben. Mit dem Diplomabschluss des NDS Projektmanagement und Führung hat sie sich Professionalität verliehen.

Frau Arnold berichtet was ihr das NDS gebracht hat und verrät, weshalb sie gleich das nächste in Angriff nimmt.
Portrait Anja Arnold
Was ist deine Tätigkeit im Spital Männedorf?
Ich bin für Projektarbeit in Bezug auf den Pflegedienst im Spital zuständig. Meine Stelle wurde im Jahr 2003 geschaffen. Das erste Projekt war die Umstellung auf die elektronische Leistungserfassung, dann folgte die Umsetzung der Wahl für das Essen der Patienten von Papierkarten auf ein elektronisches System. Es folgten weitere interessante und nutzbringende Projekte. Aktuell bin ich in einem grösseren Projekt tätig, dem Projekt Klinikinformationssystem (KIS). In meiner Funktion bin ich dafür zuständig, vor allem die Bedürfnisse der Pflegenden aufzunehmen und sie in den Projekten zu berücksichtigen beziehungsweise zu integrieren. Die Projektarbeit umfasst stets alle Phasen inklusive der Schulung und der Umsetzung.

Wie bist du auf das NDS Projektmanagement und Führung in Uster gekommen?
Als diplomierte Pflegefachfrau hatte ich nebst langjähriger Berufs- und Führungs- erfahrung und der praktischen Arbeit in Projekten keine Ausbildung in Projektmanagement. Als ich im Internet nach solchen Ausbildungen suchte, stiess ich auf das NDS in Uster. Ich hatte den Eindruck, dass mir dieses NDS eine fundierte Basis gibt für das was ich tue. Im Vergleich mit anderen Ausbildungen bietet das NDS nicht nur einige Einzelkurse sondern es ist konzeptionell abgestimmt, umfassend, mit anerkanntem Abschluss, praxisorientiert und sehr kostengünstig.

Anja Arnold bei der Arbeit Frau Anja Arnold an ihrem Arbeitplatz
Hat die Ausbildung deine Projektarbeit verändert?
Ich konnte schon während des Studiums anhand der Lerninhalte meine Arbeit in den Projekten reflektieren. Ich lernte eine Fülle von Instrumenten kennen, die ich gebrauchen kann. Besonders bereichernd fand ich auch die Gruppenarbeiten mit anderen Studierenden, die aus der Technik oder aus Industrieunternehmen kamen und beispielsweise ein ganz anderes Prozess- und Terminverständnis hatten.
Als Folge des Studiums gehe ich heute strukturierter und professioneller vor in den Projekten. Als Beispiel beziehe ich die Elemente Grobplanung, Projektstrukturplan, die Bildung von Arbeitspaketen und den Terminplan bewusst und systematisch für alle Projekte mit ein. Zudem hat mir das NDS den Blickwinkel geöffnet für das gesamte Projektmanagement eines Unternehmens. Ich sehe nicht nur meine Projekte, sondern die hohe Bedeutung der ganzen Projektlandschaft und Projektstrukturierung des Spitals Männedorf.
Wie beurteilst du rückblickend den Studienplan? Welches Modul ist überflüssig und was fehlt?
Überlegt lange … der Studienplan ist ein ausgewogenes Package, genau richtig! Ich finde es gut, dass nicht nur alle Aspekte von Projektmanagement zum Lehrplan gehören, sondern auch Fächer und Themen, mit denen man in der Projektleitung zu tun hat wie Marketing und Rechnungswesen. Selbst in den Modulen Konfliktmanagement und in der Teamführung konnte ich dazu lernen, obwohl ich diese Themen schon in der Führungsausbildung hatte.
Deine Diplomarbeit trägt den Titel „Einführung der elektronischen Pflegeanamnese im Spital Männedorf“. Was vom Gelernten konntest du anwenden?
In der Diplomarbeit konnte ich Teile meines derzeit komplexesten Projektes behandeln. Dabei geht es um die Einführung eines elektronischen Klinikinformationssystems. In der Diplomarbeit selbst wird ein Teil des Projektes KIS in Form der Umsetzung eines Formulars bearbeitet, es ging eher darum, die Lerninhalte des Studiums in der Diplomarbeit umzusetzen.
Phasen Projektmanagement Ich habe die Initialisierungsphase, die Planungsphase und die Durchführungsphase bearbeitet. Zunächst habe ich verschiedene Analysen erstellt über die Situation, das Umfeld, das Risiko und die Stakeholder. Nach der Erstellung des Projektstrukturplans konnte das Projekt in Arbeitspakete aufgeteilt und die eigentliche Projektplanung in Angriff genommen werden. Bei der Terminplanung war es wichtig, Meilensteine einzubauen und die Kommunikation sorgfältig zu überlegen. Nach einer Test- und Schulungsphase ist das System nun eingeführt. Du siehst, ich konnte Vieles vom Gelernten ganz direkt anwenden. Das hat zur Professionalität und Gelingen des Projektes beigetragen.

Nun hast du dich - übrigens als erste Person – für das neue NDS Betriebswirtschaft angemeldet. Was versprichst du dir davon?
Protrait Anja Arnold
Für mich ist es eine logische Ergänzung zum NDS Projektmanagement. Zwar habe ich hier nur indirekt mit betriebswirtschaftlichen Themen zu tun. Doch kommen aufgrund der hohen Kosten im Gesundheitswesen neue Projekte betriebswirtschaftlicher Art auf uns zu. Es wird Daten brauchen für Benchmarks, für Verhandlungen und als Entscheidungsgrundlage für neue Finanzierungsmodelle. Ich war mit dem NDS Projektmanagement sehr zufrieden und bin gespannt, was ich in diesem Bereich dazulernen kann.

Anja, ich danke dir herzlich für das Interview und wünsche dir viel Freude im neuen Studium und Erfolg in deinen Projekten.

2. Dezember 2009, Hans Müller
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